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PM_Bergstrasse_2

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Sicher unterwegs auf Berg- und Passstraßen

15/06/2022
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  • Routen- und Fahrzeugcheck vor Fahrten in die Berge
  • Die wichtigsten Verkehrsregeln in den Bergen
  • Fahrverhalten auf kurvenreichen Bergstrassen

Wiener Neudorf, 21. Juni 2022. Ob mit dem Auto, Motorrad oder dem Fahrrad – Fahrten über österreichische Berg- und Passstraßen haben ihren ganz besonderen Reiz mit ihren pittoresken Aussichtspunkten. Und spätestens bei längeren Reisen, wie dem Sommerurlaub, gehört die Fahrt durch die österreichischen Berge und Täler dazu. Damit diese Berg- und Talfahrt sicher gelingt, gibt Continental Tipps für Österreich.

Bergfahrten: Vorbereitung ist das A und O

Vor Fahrten in die Berge sollten unbedingt vorab die Wetterverhältnisse geprüft und die Verkehrsverhältnisse der Route gecheckt werden. Robert Dworczak, Reifenexperte von Continental Reifen Austria, erklärt: „Wichtig vor der Fahrt über Berg- und Passstraßen ist es, einen ausgiebigen Fahrzeugcheck beim Profi zu machen, um Pannen und Unfälle zu vermeiden: Sind die Reifen intakt und mit dem richtigen Luftdruck befüllt? Funktionieren die Bremsen? Stimmen der Öl-, Bremsflüssigkeits- und Kühlflüssigkeitsstand?“

Vorfahrtsregelungen auf Berg- und Passstraßen

Neben den gängigen Verkehrsregeln, gilt es, die wichtigsten Vorfahrtsregelungen der Bergstraßen zu kennen. Im Gegensatz zu der Schweiz, Italien und Frankreich, hat der bergauffahrende Verkehr auf österreichischen Bergstraßen nicht grundsätzlich Vorrang vor bergabfahrendem Verkehr. Obwohl es keine ausdrücklichen Vorfahrtsregelungen auf österreichischen und deutschen Bergstraßen gibt, sollte das Fahrzeug Platz machen, für welches das Ausweichen am einfachsten ist. Grundsätzlich sollten leichtere Fahrzeuge aber schweren Fahrzeugen wie Bussen oder Lkw ausweichen. Fährt man in ein anderes Land, gilt es, sich vorab über die dortigen Verkehrsregelungen zu erkundigen.

Robert Dworczak

Verhalten auf kurvenreichen Bergstraßen

Für sicheres Fahren auf kurvenreichen Berg- und Passstraßen, sollte man sowohl beim Bergauf- als auch beim Bergabfahren die Geschwindigkeit reduzieren, einen niedrigen Gang wählen und eine Motordrehzahl mit optimalem Drehmoment halten (kann je nach Motorart und Übersetzung zwischen 2.000 und 4.000 Umdrehungen pro Minute liegen). Diese Fahrweise ist besonders beim Bergabfahren ratsam, da man so durch die Nutzung der Motorbremse verhindert, dass die Bremsen durch ständiges Betätigen überhitzen. Bei einem Automatik-Getriebe kann auf manuelles Schalten umgestellt werden. „Zeigt das Display Warnmeldungen an, die den Motor, die Reifen oder die Radbremsen betreffen oder ist ein unangenehmer Geruch in der Luft, sollte man sofort anhalten. In der Kurve gilt zudem: So wenig wie möglich lenken, ohne die Mittellinie zu überschreiten“, rät Robert Dworczak. „Wenn man die gesamte Breite der eigenen Fahrspur optimal nutzt, kommt man besser um die Kurve und sieht zudem besser, was sich hinter der Kurve verbirgt. Beschleunigen sollte man erst dann, wenn die Reifen wieder auf der Mitte der eigenen Spur geradestehen.“

Was tun, wenn die Bremse versagt

Wenn man beim Fahren in den Bergen feststellt, dass die Bremsen versagen, sollte man schnell handeln. Robert Dworczak rät in dieser Situation: „Wenn die Bremse nicht mehr wie gewohnt reagiert, bewahren Sie die Ruhe und betätigen Sie in kurzen Abständen mit hartem Druck die Bremse und halten Sie den Pedaldruck anschließend. Die Handbremse sollte nur genutzt werden, wenn die Straße nicht rutschig ist, da sonst der Verlust der Fahrzeugkontrolle droht.“ Hilfreich kann es auch sein, in den ersten oder zweiten Gang zu schalten, um die Motorbremse für die Fahrzeugverzögerung maximal zu nutzen. Wenn auch das nicht mehr hilft, kann man auf einen Seitenweg ausweichen oder vorsichtig entlang einer Felswand mit dem Fahrzeugblech bremsen.


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Wolfgang Vordermayer
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