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Extreme E: Das Titel-Rennen in der Übersicht – Part 2

 

Ungewöhnliche Rennorte, moderne Technik und zehn Teams, die um die Trophäe kämpfen: Die zweite Season von Extreme E befindet sich im vollen Gange. Doch wer sitzt da eigentlich hinter dem Steuer? Wir werfen einen Blick auf die Teams.

Das erste Saisonrennen ist gelaufen, doch die zweite und dritte Runde stehen kurz bevor. Im Juli finden gleich zwei Renntage statt: Auf Sardinien kämpfen die Extreme-E-Teams im Island X-Prix I und Island X-Prix II um die besten Platzierungen.

Nachdem wir zuletzt schon einen Blick auf die Teams Acciona | Sainz XE, Chip Ganassi Racing, Rosberg X Racing, Veloce Racing und X44 geworfen haben, schauen wir uns heute den Rest des Feldes genauer an.

Auf dem fünften Platz des aktuellen Rankings nach dem ersten Rennen steht derzeit das Newcomer-Team McLaren Racing. „Newcomer“ ist dabei natürlich nur auf Extreme E bezogen – schließlich ist McLaren ein wahrer Gigant des Motorsports.

Mit dem Team “MX” schickt McLaren sein erstes Extreme-E-Tandem überhaupt ins Rennen. Das besteht zum einen aus Emma Gilmour, die bereits im letzten Jahr ihre ersten Erfahrungen in der Rennserie sammelte: Als Reservefahrerin sprang sie bei Veloce Racing gleich zweimal ein. In dieser Saison ist die Rallye-Spezialistin aus Neuseeland als erste Vollzeitfahrerin bei McLaren eingeplant. An ihrer Seite fährt der amerikanische Stuntfahrer Tanner Foust – und als mehrfacher Rallye-Cross-Champions- und X-Games-Goldmedaillen-Gewinner wird er den Blick klar auf den Titel gerichtet haben. Leider wurde sein Debüt in Saudi-Arabien ausgerechnet durch schwierige Sicht vorzeitig beendet: Im Finale kollidierte Foust inmitten einer Sandwolke mit dem Odyssee 21 von Team RXR, überschlug sich und schied aus dem Rennen aus. 

Direkt dahinter hat sich Xite Energy Racing auf Platz 6 geschoben. Im vergangenen Jahr schloss das Team noch auf dem letzten Platz ab, überzeugte aber mit einer starken Leistung beim ersten Rennen der Season 2. Dabei hatte Xite mit einem kurzfristigen Ausfall zu kämpfen.

Eigentlich sollte Oliver Bennett, der wie schon im vergangenen Jahr für das Team das Steuer übernimmt, gemeinsam mit Debütantin Klara Andersson in Saudi-Arabien antreten. Doch die Rallyecross-Pilotin fiel kurzfristig krankheitsbedingt aus, woraufhin Ersatzfahrerin Tamara Molinaro einsprang. Am Ende reichte es nicht ganz – hauchdünn verpasste Xite den Finaleinzug aufgrund einer Zeitstrafe. Doch vielleicht klappt es ja beim kommenden Island X-Prix!

Auf Platz 7 lauert Andretti United Extreme E, um sich auf Sardinien eine bessere Platzierung zu sichern – schließlich schloss man in der vergangenen Saison noch als Vierter in der Gesamtplatzierung ab. In die neue Saison ging Andretti United Extreme E komplett unverändert: Catie Munnings und Timmy Hansen bilden erneut das Duo für die globale Odyssee. Doch dass diese Odyssee eben auch ziemlich harte Hindernisse zu bieten hat, musste Timmy Hansen im Laufe des Halbfinals auf die harte Tour erfahren: Bei einem Überholmanöver erwischte der Schwede eine Unebenheit im Boden besonders unglücklich und überschlug sich mit dem Wagen. Der Wüstensand strömte durchs Fenster und das Rennen war gelaufen.  

 

ABT CUPRA XE war ebenfalls schon im vergangenen Jahr dabei und schloss am Ende im Mittelfeld der Tabelle ab – auf Platz 5. Hinter dem Steuer sitzen hier in der neuen Saison gleich zwei Dakar-Legenden: Jutta Kleinschmidt geht wie schon im vergangenen Jahr für ABT an den Start. Die bislang erste und einzige weibliche Siegerin der Rallye Dakar (2001) wird in diesem Jahr von Nasser Al-Attiyah unterstützt. Der 51-Jährige aus Katar kann selbst auf vier Siege bei der Rallye Dakar und weitere Titel im Motorsport zurückblicken. Außerdem konnte Al-Attiyah 2012 eine Olympische Bronzemedaille im Skeet-Schießen erringen – an Fokus und Siegeswille fehlt es hier also mit Sicherheit nicht. Gute Voraussetzungen, um die aktuelle Tabellenposition (Platz 8) in den nächsten Rennen zu verbessern.

Auf dem neunten Platz steht derzeit das Team von Jenson Button, das zur neuen Saison ein wenig umbauen musste. Fahrerin Mikaela Åhlin-Kottulinsky ist zur Konkurrenz und Titelverteidiger Rosberg X Racing gewechselt [LINK ]. Damit war ein Platz bei JBXE frei, der für den Desert X Prix von Vorjahressiegerin Molly Taylor ausgefüllt wurde. Als männlicher Fahrer war wie schon in der letzten Saison Kevin Hansen an Bord, der im Laufe der Extreme E Season 1 Button persönlich als Fahrer ersetzt hatte. Doch beim Desert X-Prix kam es zu einem schweren Unfall, nach dem Hansen erst einmal im Krankenhaus behandelt werden musste. Mittlerweile befindet er sich aber wieder auf dem Weg der Besserung, wie man auch auf seinem Instagram-Kanal verfolgen kann. Zuletzt war Hansen in Senegal unterwegs, um dort zu sehen, wie das Senegal-Legacy-Projekt der Extreme E vorangeht.

Denn neben den Rennen führt Extreme E auch unterschiedliche Projekte durch, die der nachhaltigen Verbesserung der Umweltsituation an den Rennorten dienen sollen. Das erklärte uns Wissenschaftler Richard Washington im Interview genauer.