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Rosberg X Racing gewinnt auch den Ocean XPrix der neuen Extreme-E-Rennserie

 

  • Begeisternder Motorsport zwischen dem Atlantik und dem Lac Rosé
  • Extreme Herausforderung für die Teams und das Material
  • Rennserie auf Continental-Spezialreifen CrossContact Extreme E

Die spektakuläre neue Offroad-Rennserie Extreme E gastierte an ihrem zweiten Rennwochenende im Senegal. An den Ufern des Lac Rosé wurden die Karten neu gemischt. Unweit von Dakar warteten auf die Teams nicht nur gänzlich andere klimatische Bedingungen, sondern auch vollkommen andere fahrerische Herausforderungen als beim Auftaktrennen in der Wüste von Saudi-Arabien – die Chance für alle Teams, die es in Al-Ula nicht ins Finale geschafft hatten, das Blatt zu wenden. Und zunächst sah alles danach aus, als könnte dies auch gelingen. Am Ende verhinderten nur unglückliche Umstände die komplette Neuordnung der Rangliste.

© Extreme E

Erster Pechvogel des Ocean XPrix war Kyle LeDuc vom Team Chip Ganassi, das beim Saisonauftakt in Saudi-Arabien zwei heftige Unfälle verkraften musste. Der Amerikaner fuhr ein beeindruckendes zweites Qualifying mit Chance auf die Bestzeit, als sein ODYSSEY 21 plötzlich ohne erkennbaren Grund auf der Strecke stehen blieb. Der Ast einer Mangrove hatte sich im Not-Aus-Schalter auf dem Dach des Rennboliden verfangen und das E-SUV außer Gefecht gesetzt. Es gelang Kyle LeDuc zwar, das Auto wieder zu starten. Am Ende verpassten er und seine Teamkollegin Sara Price aufgrund des unglücklichen Zwischenfalls aber den Einzug ins Halbfinale. Als Sieger im Shootout-Rennen sammelten sie später noch wichtige Punkte für die Rangliste.

Ganz stark unterwegs war auch das Team ABT Cupra XE, bei dem neben Mattias Ekström diesmal Jutta Kleinschmidt am Steuer saß, weil Stammpilotin Claudia Hürtgen krankheitsbedingt ausfiel. Auch das Team ABT Cupra XE hatte beim Auftakt in Saudi-Arabien zwei heftige Unfälle erlitten und deshalb nur wenige Punkte sammeln können. Im Senegal boten Mattias Ekström und Jutta Kleinschmidt spektakulären Motorsport, beendeten die Qualifikation auf Platz drei und lagen im ersten Halbfinale bis zum Fahrerwechsel sogar in Führung. Dann kosteten sie Probleme mit dem Funk wertvolle Sekunden. Die Dakar-Siegerin von 2001 fuhr anschließend noch die schnellste Rundenzeit der Kontrahentinnen, musste sich im Ziel aber mit lediglich neun Zehntelsekunden geschlagen geben.

Noch besser lief es für das Team JBXE mit Continental-Testpilotin Mikaela Åhlin-Kottulinsky, an deren Seite diesmal Kevin Hansen für Jenson Button an den Start ging. Die Sechstplatzierten aus Saudi-Arabien schafften es bis ins Finale, in dem ein Rempler von Mikaela Åhlin-Kottulinsky mit Cristina Gutiérrez vom Team X44 für beide ODYSSEY 21 das Aus bedeutete. Weil die Schwedin das Fahrzeug danach noch länger im Rennen hielt, reichte es für den dritten Platz im Wettbewerb und einen Sprung im Gesamtklassement.

Die größte Leistungssteigerung verzeichneten Stéphane Sarrazin und Jamie Chadwick vom Team Veloce Racing, die in Saudi-Arabien von allen Teams die wenigsten Punkte gesammelt hatten. In den Dünen des Senegal am westafrikanischen Atlantik beendeten sie das Finale hinter Johan Kristoffersson und Molly Taylor von Rosberg X Racing auf Rang zwei.

 

„An diesem Wochenende hat die Extreme E mit spektakulären Rad-an-Rad-Duellen, atemberaubenden Überholmanövern und Spannung bis zur letzten Sekunde ihr wahres Gesicht gezeigt“, sagt Sandra Roslan, die bei Gründungspartner und Reifenausrüster Continental für das Projekt verantwortlich ist. „Und wir sind stolz darauf, ein Teil dieser großartigen Serie zu sein. Der CrossContact Extreme E hat nicht nur auf den nassen Strandabschnitten perfekten Gripp geliefert, sondern auch den außerordentlichen Belastungen bei den Sprüngen über die harten Bodenwellen in den Dünen sicher widerstanden. Wir sind nun alle voller Vorfreude auf das, was uns in Grönland erwartet.“

In der Gesamtwertung führt weiterhin das Team von Johan Kristoffersson und Molly Taylor vor Sébastien Loeb und Cristina Gutiérrez. Auf dem dritten Rang folgen nun Jenson Button und Mikaela Åhlin-Kottulinsky, die Timmy Hansen und Catie Munnings auf den vierten Platz verdrängt haben. Während Rosberg X Racing und das Team X44 von Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton ihren Vorsprung ausbauen konnten, sind die Teams dahinter dichter zusammengerückt. Für Spannung ist damit gesorgt.   

Weiter geht es am 28. und 29. August mit dem Arctic XPrix in Grönland. In Kangerlussuaq haben die Pechvögel des zweiten Rennwochenendes erneut die Chance, das Klassement auf den Kopf zu stellen. Im ewigen Eis warten auf die Teams einmal mehr gänzlich andere klimatische Bedingungen und vollkommen andere fahrerische Herausforderungen.


1. Rosberg X Racing (Johan Kristoffersson / Molly Taylor) 71 Punkte
2. X44 (Sébastien Loeb / Cristina Gutiérrez) 57 Punkte

3. JBXE (Jenson Button / Mikaela Åhlin-Kottulinsky) 44 Punkte
4. Andretti United (Timmy Hansen / Catie Munnings) 37 Punkte
5. XITE ENERGY RACING (Oliver Bennett / Christine GZ) 37 Punkte

6. ACCIONA | Sainz XE Team (Carlos Sainz / Laia Sanz) 36 Punkte
7. ABT Cupra XE (Mattias Ekström / Claudia Hürtgen) 35 Punkte
8. Veloce Racing (Stéphane Sarrazin / Jamie Chadwick) 31 Punkte

9. Segi TV Chip Ganassi Racing (Kyle LeDuc / Sara Price) 30 Punkte