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Continental und Security Matters erproben Marker-Technologie zur Rückverfolgung von Naturkautschuk

17/09/2021
  • Entwicklungsprojekt für mehr Transparenz und Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Reifen und technischen Gummiprodukten
  • Umfangreiche Labortests sind erfolgreich verlaufen
  • Verbindung der Marker-Technologie mit Blockchain-Technologie denkbar
  • Alle Materialien, die Continental in ihrer weltweiten Reifenproduktion einsetzt, sollen bis spätestens 2050 aus verantwortungsvollen Quellen stammen

Hannover, 17. September 2021. Der Premiumreifenhersteller Continental und Security Matters (SMX), ein Unternehmen, das sich auf die Digitalisierung von physischen Objekten in der Blockchain konzentriert, arbeiten gemeinsam an der Entwicklung und Erprobung einer Marker-Technologie für Naturkautschuk. Dazu haben beide Unternehmen kürzlich eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Die spezielle Marker-Technologie, die von den Projektpartnern für den Einsatz im Naturkautschuk weiterentwickelt wurde, soll künftig zu noch mehr Transparenz und Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Reifen und technischen Gummiprodukten von Continental beitragen. Versehen mit speziellen Sicherheitsmerkmalen, ermöglicht der Einsatz von Marker-Substanzen die unsichtbare Kennzeichnung des Naturkautschuks mit Informationen zu seiner genauen geographischen Herkunft. Mit Hilfe spezieller Lesegeräte sowie einer eigens entwickelten Software können die Informationen zum Naturkautschuk zu jeder Zeit ausgelesen und dessen Herkunft exakt zugeordnet werden. Im Rahmen der Industrialisierung dieser Technologie wäre es zudem denkbar, dass die Marker-Technologie mit der als besonders fälschungssicher bekannten Blockchain-Technologie verbunden wird.

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Claus Petschick, Leiter Nachhaltigkeit des Reifenbereichs von Continental.

„Wir erproben diese Marker-Technologie, um künftig sicherstellen zu können, dass der Naturkautschuk, den wir in unseren Reifen einsetzen, nachweislich vollständig nachhaltig angebaut und beschafft wurde,“ sagt Claus Petschick, Leiter Nachhaltigkeit des Reifenbereichs von Continental. Er ergänzt: „Wir haben das Ziel, all unsere Materialien aus verantwortungsvollen Quellen zu beschaffen. Innovative Technologien und Digitalisierung leisten dabei einen wichtigen Beitrag.“So sollen bis spätestens 2050 alle Materialien, die Continental in der Reifenproduktion einsetzt, aus verantwortungsvollen Quellen stammen.

Umfangreiche Labortests der beiden Projektpartner sind erfolgreich verlaufen. So konnten beispielsweise verschiedenen Marker-Substanzen, die derzeit erprobt werden, sowohl im Naturkautschuklatex („Versuchsteil Kautschukbaum zum Kautschukballen“) als auch im verarbeiteten und vulkanisierten Naturkautschuk des Reifens („Versuchsteil Kautschukballen zum Reifen“) und damit entlang des gesamten Herstellungsprozesses nachgewiesen werden, ohne dabei das Aussehen und die Leistung des Endprodukts zu verändern.

Continental und Security Matters arbeiten nun daran, die neue Marker-Technologie auch im größeren Maßstab im Rahmen der Kautschukgewinnung einzusetzen. „Unsere Zusammenarbeit zeigt, dass physische und digitale Nachverfolgung durch unveränderbare Barcodes auf chemischer Basis auch in Naturkautschuk sichergestellt werden kann,“ sagt Haggai Alon, Gründer und Geschäftsführer von Security Matters. Er fügt hinzu: „Gemeinsam mit Continental wollen wir nun unsere Marker-Technologie einsetzen, um die Transparenz der Lieferkette von Naturkautschuk weiter zu verbessern.“

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Haggai Alon, Gründer und Geschäftsführer von Security Matters (SMX).
© SMX

Eine verantwortungsvolle Beschaffung von Rohmaterialen trägt dazu bei, ökologische und menschenrechtsbezogene Risiken zu minimieren. Daher hat die Verwendung nachhaltiger Rohstoffe im Reifenbau und das Engagement und die Übernahme von Verantwortung für deren nachhaltige Erzeugung und Prozessierung bei Continental bereits seit langem hohe Priorität. So hat der Premiumreifenhersteller auf der diesjährigen IAA MOBILITY in München erstmals sein nachhaltiges Reifenkonzept Conti GreenConcept der Öffentlichkeit präsentiert. Das Unternehmen gibt mit dieser Konzeptstudie einen Ausblick auf aktuelle und zukünftige Technologien zum Bau nachhaltiger Pkw-Reifen und unterstreicht einmal mehr seine vielfältigen Aktivitäten hinsichtlich einer transparenten und rückverfolgbaren Beschaffung von Naturkautschuk. Ebenfalls ausschließlich verantwortungsvoll beschafften Naturkautschuk enthält Continentals Konzeptreifen für das ID. LIFE Concept Car von Volkswagen, das ebenfalls auf der diesjährigen IAA MOBILTY vorgestellt wurde. Basierend auf dem Continental-Serienreifen EcoContact 6 enthält dieser Konzeptreifen umweltschonende Reifenbautechnologien, deren Einsatz in der Serienproduktion kurzfristig möglich ist.

Continental hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 das fortschrittlichste Reifenunternehmen in Bezug auf ökologische und soziale Verantwortung zu werden. Bis spätestens 2050 will Continental 100 Prozent nachhaltig erzeugte Materialien in ihren Reifenprodukten einsetzen und vollständige Klimaneutralität entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette erreichen.

Der Start der Zusammenarbeit zwischen Continental und Security Matters wurde durch die Continental-eigene Start-up-Organisation co-pace angestoßen. Deren Ziel ist es, Verbindungen zwischen aufstrebenden Unternehmen und Geschäftsbereichen von Continental zu vermitteln, zu fördern und zu nutzen. Fokusfelder des weltweiten Teams der Technologie-Experten von co-pace sind fortschrittliche Werkstoffe, autonome Systeme, künstliche Intelligenz, Datensicherheit, Batterien der nächsten Generation, fortschrittliche Antriebssysteme oder intelligente Städte.

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