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Team Movistar

Faszination Tour de France

21/08/2020


  • 107. Ausgabe der Tour de France rollt vom 29. August bis zum 20. September durch Frankreich
  • Sechs Profi-Teams auf Reifen von Continental bei der Tour de France am Start

​​Der Kampf um Sekunden. Rasante Abfahrten von magischen Pässen wie dem Tourmalet. Heroische Aufholjagden – und spektakuläre Niederlagen. Die Tour de France ist nicht nur das größte jährliche Sportereignis der Welt. Sie erzählt auch faszinierende Geschichten. Wie jene vom Ritt auf einem Esel…

Der Pariser Himmel leuchtet roséfarben wie ein spritziger französischer Sommerwein. Die Luft ist sanft und lau in diesen frühen Abendstunden des 28. Juli 2019, als Egan Bernal die Champs-Élysées betritt. Hier, auf dem berühmten Prachtboulevard im Herzen der französischen Metropole, hat er eben noch für eine sportliche Sensation gesorgt. Jetzt präsentiert sich der Kolumbianer fast schüchtern, lächelt zurückhaltend Presse und Publikum zu, nimmt Siegerpokal, Medaille und Blumenstrauß entgegen und lässt sich dann sichtlich gerührt von den Fans feiern. Ein historischer Moment für das Ineos-Team: 3.366 Kilometer hat sich Bernal bei der 106. Ausgabe der Tour de France durch Frankreich gekämpft – und ist am Ende mit 1:11 Minuten Abstand auf den Zweitplatzierten, Teamkollege Geraint Thomas, und mit nur 1:31 Minuten Abstand auf den Drittplatzierten Steven Kruijswijk ins Ziel gerollt. Das ist ein so knappes Ergebnis unter den ersten drei Fahrern, wie es bis dahin noch nie der Fall war beim größten jährlichen Sportevent der Welt. Und auch für Continental ist es ein Erfolg: Toursieger Egan Bernal fuhr auf dem Competition Pro LTD-Reifen zum Sieg: Der bereits vierte Erfolg hintereinander bei der Tour de France für das Technologieunternehmen und Reifenhersteller, der zu den wichtigen Partner des Wettkampfs gehört und dessen Fahrradrennreifen allesamt im hessischen Korbach in Handarbeit hergestellt werden.

Für Egan Bernal und seine mitgereisten Fans sind die Momente in Paris bewegend. Der junge Kolumbianer ist der erste Südamerikaner überhaupt, der das wichtigste Fahrradrennen der Welt gewinnt. Gelb ist auf den Champs-Élysées damit nicht nur das Siegertrikot, sondern auch das kolumbianische Fahnenmeer. Mit erst 22 Jahren ist Bernal zudem der jüngste Träger des gelben Trikots in der Geschichte der Tour.

Mit Schlafmittel zum gelben Trikot

Es sind vor allem die begeisterten Menschen, die grenzenlose Leidenschaft der Sportler und Fans, die die Faszination der Tour de France ausmachen. Eines Sportevents der Superlative, dessen Bedeutung weit über Siege, Rekorde und Sponsoringverträge hinausreicht. Gerade auch die Geschichten hinter den Platzierungen, Zeiten, Namen brennen sich ins kollektive Sportgedächtnis nicht nur Frankreichs, sondern der ganzen Welt. Ob auf der Strecke oder daneben, ob an der Spitze des Fahrerfeldes oder hinten im Peloton, ob oben am Berg oder im Flachland – der seit 1903 veranstaltete Wettbewerb ist vor allem eine Geschichte der Kuriositäten, Legenden und Anekdoten.

So ist Egan Bernal, Toursieger 2019, zwar der jüngste Fahrer, der das gelbe Trikot je über die Ziellinie brachte – aber nicht der jüngste Tour-Sieger. Wie das geht? Das gelbe Trikot wurde erst 1919 eingeführt, 16 Jahre nach der Tour-Premiere. Damals übrigens sehr zum Leidwesen des jeweiligen Trägers. Denn der Gesamtführende wurde so besser von gegnerischen Fans erkannt, die ihre Idole mit gezielten Attacken auf den Konkurrenten im gelben Trikot unterstützen wollten. Und auch im Fahrerfeld kam es zu Rivalitäten. Einer der Leidtragenden: Henri Cornet, der 1904 mit neunzehn Jahren tatsächlich als bis heute jüngster Tour-Sieger Geschichte schrieb – obwohl dem hochtalentierten Fahrer neidische Konkurrenten während der Tour ein Schlafmittel unters Essen gemischt hatten. Während der nächsten Etappe schlief Cornet im Sattel ein und stürzte schwer. Die Tour schien beendet. Doch das führende Trio war dann doch nicht clever genug. Und eher faul. Um sich Strapazen zu ersparen, nahmen die drei zur Abkürzung den Zug. Zum Glück wurden sie von einem Fan dabei erwischt. Die Folge: Disqualifikation. Nutznießer: Henri Cornet, der sich nach seinem Sturz noch bis auf den vierten Platz vorkämpfte – und nun doch plötzlich Erster war.

Geisterfahrer und Flaschengeister

Nicht nur die Fahrt mit dem Zug, überhaupt jedwede fremde Hilfe war seinerzeit verboten. Was das genau bedeutete, erfuhr Eugène Christophe im Jahr 1913. Bei der Abfahrt vom Pyrenäenpass Col du Tourmalet brach ihm die Gabel. Achtzehn Minuten Führung hatte Christophe sich bereits rausgefahren. Kurzerhand schulterte der Franzose sein Rennrad, damals noch aus Edelstahl und achtzehn Kilogramm schwer, schleppte es in das nächste, vierzehn Kilometer entfernte Dorf und schweißte es in einer Schmiede eigenhändig wieder zusammen – Versorgungsfahrzeuge, heute Standard, gab es seinerzeit noch nicht. Mit exakt vier Stunden Rückstand kam er ins Ziel. Beziehungsweise mit vier Stunden und drei Sekunden: Die drei Sekunden gab es als Strafzeit noch obendrauf, weil Christophe fremde Hilfe in Anspruch genommen hatte: In der Schmiede hatte ein kleiner Junge den Blasebalg bedient, um das Feuer zu entfachen.

Aber natürlich darf man seinem Teamkapitän helfen – auch wenn das mitunter sehr beschwerlich sein kann. 1934 hörte der in Führung liegende René Vietto, dass das Fahrrad seines Teamkapitäns Antonin Magne beschädigt war. Das Problem: Vietto hatte gerade die Abfahrt vom Pyrenäenpass Col de Port hinter sich, sein Chef aber war noch oben am Pass. Voller Loyalität wendete er, kämpfte sich den Berg wieder hoch und übergab sein Fahrrad Kapitän Antonin Magne. Aufholen konnte Vietto selbst danach nicht mehr, Magne wurde Tour-Sieger.

Kuriose Richtungswechsel kamen öfter vor bei der Tour de France. 1920 stieß der Franzose Napoleon Paoli in einen Crash mit einem Esel zusammen. Paoli landete auf dem Rücken des Tieres, das darauf durchging, leider in die falsche Richtung. Vermutlich aber wäre Paoli sowieso disqualifiziert worden – wegen Annahme fremder Hilfe. Ganz allein in falscher Richtung aber war 1950 Abdel-Kader Zaaf unterwegs, er schrieb Geschichte mit einer verrückten Geisterfahrt. Bei glühender Hitze hatte er, noch in korrekter Richtung unterwegs, eine Flasche angenommen, die ihm ein Fan reichte. Zu spät merkte er, dass er Wein statt Wasser seine Kehle hinunterstürzte. Kurzerhand stieg Zaaf vom Sattel, machte es sich im Schatten eines Baumes gemütlich und schlief ein. Zuschauer weckten ihn, der Algerier aber fuhr benebelt in die falsche Richtung. Bei der nächsten Etappe durfte Zaaf sich dann aber im Kreise des Fahrerfeldes erfrischen. Der belgische Teamkapitän Albéric „Briek“ Schotte organisierte auf dem Abschnitt von Nimes nach Toulon eine Gemeinschaftspause. Als das Peloton sich auf der Küstenstraße dem Mittelmeer näherte, stiegen alle vom Sattel und stürzten sich in die Fluten.

Auf sechs Rädern zum Erfolg?

So eine Aktion wäre heute natürlich nicht denkbar. Dafür aber leider andere unerlaubte „Erfrischungen“. So gehören auch Skandale zur Geschichte der Tour de France. So wie der rund um den Rekordsieger und Rekordbetrüger Lance Armstrong. Der Amerikaner gewann von 1999 bis 2005 sieben Mal hintereinander die Tour, wurde aber später des Dopings überführt. Immer wieder litt die Tour unter Fahrern und bisweilen ganzen Teams, die die Regeln der Fairness brachen. Doch zur Faszination des Wettbewerbs gehört auch, wie er nach großen Skandalen seine Selbstheilungskräfte aktiviert. Nach wie vor übt der Sport eine unvergleichliche Faszination aus, nach wie vor treiben sich die meisten Athleten regelkonform zu Höchstleistungen. Dabei ging sogar bei der ersten Ausgabe der Tour de France 1903 nicht alles mit rechten Dingen zu. Der Franzose Hippolyte Aucouturier hatte im Vorfeld der Tour das legendäre Rennen Bordeaux-Paris gewonnen und galt als Favorit. Doch bereits die erste Etappe lief schief, blutverschmiert und voller Schürfwunden kam er als 26. Fahrer ins Ziel. Doch dann gewann Aucouturier die zweite Etappe. Er gewann die dritte Etappe. Und wurde dann disqualifiziert. Man war Aucouturier auf die Schliche gekommen. Er hatte zwischenzeitlich von zwei auf sechs Räder aufgerüstet und sich von einem Automobil durchs Land ziehen lassen.

Das ist die Tour de France 2020

Die 107. Ausgabe der Tour de France rollt vom 29. August bis zum 20. September 2020 durch Frankreich. Sie musste wegen der Corona-Krise verschoben werden, ursprünglich wäre die große Rundfahrt am 27. Juni gestartet worden. Am Streckenverlauf ändert sich nichts. Nachdem der Grand Départ im letzten Jahr in der belgischen Metropole Brüssel ausgetragen wurde und 2022 nach Kopenhagen geht, ist der Tour-Name in diesem Jahr Programm: Das französische Nizza wird den Grand Départ der 3.470 Kilometer langen Tour ausrichten, es folgen zwei Etappen an der französischen Riviera. Insgesamt warten 21 Etappen auf die Fahrer, aufgeteilt in neun Flach-, drei Mittelgebirgs- und acht Bergetappen, darunter drei Bergankünfte. Ein Einzelzeitfahren steht am vorletzten Tag an, 36 Kilometer geht es dann bergauf bis zum Plateau des Belles Filles. Während der Tour werden die Alpen, das Zentralmassiv, die Pyrenäen, das Jura-Gebirge und die Vogesen überwunden mit insgesamt 29 Anstiegen. Die 122 Kilometer lange Schlussetappe endet wie gewohnt auf den Champs-Élysées in Paris. Die Fernsehbilder werden in 190 Länder übertragen.

Bei der diesjährigen Tour de France rüstet Continental sechs Profi-Teams aus: Sunweb, Groupama-FDJ, Bahrain McLaren, Arkéa-Samsic sowie das INEOS-Team mit Vorjahressieger Egan Bernal und mit Movistar das Team, das 2019 die beste Team-Performance ablieferte.

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