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Reifenmontage

Reifenmontage

Reifen auf die Felgen: so geht’s

Sie haben sich einen neuen Satz Reifen angeschafft. Das korrekte und sichere Aufziehen neuer Reifen auf die Felgen ist für den Fachmann kein Problem. Wir erklären Ihnen alles Wissenswerte, wenn Sie die Reifen in einer Werkstatt oder von einem Reifendienst wechseln lassen.

Wer kann Reifen montieren?

Im Prinzip kann das jeder, selbst der Laie. Möchten Sie selbst den Versuch unternehmen und neue Reifen auf Ihre Felgen ziehen, brauchen Sie die folgenden Werkzeuge: einen Reifenmontierhebel, einen Wagenheber, Unterstellböcke, einen Reifenspreizer und einen Reifenfüller. Doch selbst wenn Sie die richtigen Werkzeuge zur Hand haben, würden Sie vermutlich viel länger als ein Reifenspezialist für den Reifenwechsel benötigen. Alleine das Abziehen der Reifen von der Felge wäre bereits eine Herausforderung.

Die Gefahren einer unkorrekten Montage

Ein nicht ordnungsgemäß auf die Felge gezogener Reifen kann beschädigt werden und platzen. Die dadurch freigegebene Energie könnte einen Unfall verursachen und zu Verletzungen oder Schaden am Fahrzeug führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Reifen von einem qualifizierten Fachmann wechseln zu lassen, der die nötigen Sicherheitsmaßnahmen trifft und lediglich zugelassene Werkzeuge und Schmiermittel verwendet.

Demontage der Fahrzeugräder 

Schritt 1: Im Fahrzeug dürfen sich keine Personen befinden, der Motor sollte abgeschaltet und die Handbremse angezogen sein. Der Reifenfachmann löst die Radmuttern an allen vier Rädern mit einem Radmutternschlüssel, entfernt diese jedoch noch nicht.

Schritt 2: Als nächstes wird das Fahrzeug mit einer Hebebühne angehoben, sodass es keinerlei Kontakt mehr zum Boden hat.

Schritt 3: Jetzt löst der Reifenspezialist die Radmuttern vollständig, sodass er die Räder abnehmen kann.

Aufziehen des Reifens auf die Felge

Schritt 1: Der Reifenfachmann schraubt den Ventileinsatz von dem alten Reifen ab, um die Luft aus dem Reifen zu lassen. Danach entfernt er den alten Reifen von der Felge mit einem Reifenspreizer. Auf diese Weise kann er die Reifenseitenwand und die Wulst sauber von der Felge abziehen.

Schritt 2: Der Durchmesser des neuen Reifens muss dem der Felge entsprechen und für die Verwendung für das Fahrzeug zugelassen sein. Die Felgen sollten die richtige Größe haben, in einwandfreiem Zustand und frei von Rost sein. Sie dürfen nicht beschädigt, verformt oder abgenutzt sein.

Schritt 3: Werden neue Schlauchreifen aufgezogen, wird der Reifenfachmann sich auch für die Verwendung eines neuen Innenschlauchs entscheiden. Das liegt daran, dass sich die Schläuche unter Verwendung dehnen. Bei alten Schläuchen besteht die Gefahr, dass sich Falten bilden. Ein wiederverwendeter Innenschlauch könnte also plötzlich reißen.

Werden stattdessen schlauchlose Reifen montiert, werden sie mit einem neuen Ventil ausgestattet. Bei der Verwendung von Gummiventilen, die manchmal auch als Snap-in-Ventile bezeichnet werden, sollten zunächst die Anweisungen des Fahrzeugherstellers herangezogen werden. Denn bei bestimmten Reifenarten ist auch eine Ventilhalterung erforderlich. Dies ist ein Stopper auf der Felge selbst oder der Radkappe, der dafür sorgt, dass die Ventile bei hohen Geschwindigkeiten nicht weggedrückt werden.

Schritt 4: Der Reifenfachmann trägt in Übereinstimmung mit der Herstellerempfehlung etwas Reifenschmiermittel auf die Reifenwulst und die Felge auf. Mit dem Reifenspreizer zieht er anschließend den Reifen auf die Felge auf.

Schritt 5: In diesem Schritt wird der Reifen aufgepumpt. Dabei ist es besonders wichtig, dass das Rad während des gesamten Schritts fest fixiert ist. Das Aufpumpen wäre ansonsten sehr gefährlich, was einem Reifenfachmann bewusst ist. Er darf sich während des Aufpumpens keinesfalls über den Reifen lehnen und muss einen angemessenen Sicherheitsabstand von dem Reifen einhalten. Für das Aufpumpen wird in der Regel ein ausreichend langer, gesicherter Verlängerungsschlauch mit integriertem Druckmesser verwendet.

Schritt 6: Sitzt die Reifenwulst korrekt auf der Felgenflanke, erhöht der Reifenspezialist den Reifendruck, damit der Reifen fest auf dem Felgenhorn sitzt. Dieser Druck sollte 150 Prozent des vom Hersteller empfohlenen Maximaldrucks oder 4,0 bar nicht überschreiten. Als Nächstes passt der Reifenmonteur den Druck auf den vom Fahrzeughersteller empfohlenen Betriebsdruck an.

Prüfen Sie die Laufrichtung des Reifenprofils

Reifen mit einem direktionalen Profil müssen so montiert werden, dass sie in die Richtung des auf der Seitenwand des Reifens abgebildeten Pfeils rotieren, wenn sich das Fahrzeug vorwärtsbewegt.

Die einzige Ausnahme von dieser Regel betrifft die kurzfristige Verwendung eines Reserverads, das nur vorübergehend eingesetzt werden sollte. Der Fahrzeughalter sollte schnellstmöglich einen neuen Reifen kaufen.

Wenn Sie asymmetrische Reifen aufziehen, sollten Sie darauf achten, dass die Reifenseitenwand, die mit OUTSIDE beschriftet ist, bei allen Reifen auf der Außenseite liegt, sodass die asymmetrischen Laufflächen optimale Leistung erzielen können.

Montage der Fahrzeugräder

Schritt 1: Wenn der alte Reifen Anzeichen einer ungleichmäßigen Abnutzung aufweist, überprüft der Reifenspezialist die Achsgeometrie des Fahrzeugs und nimmt gegebenenfalls Korrekturen vor.

Schritt 2: Ventile sollten mit Ventilkappen versehen sein – idealerweise mit einem Dichtungsring –, um die empfindlichen Ventileinsätze und das Reifeninnere zu schützen.

Schritt 3: Bei der Montage von Radkappen und Radzierringen muss ein ausreichender Freiraum zur Seitenwand des Reifens eingehalten werden. Die Radkappe oder der Radzierring darf unter keinen Umständen mit dem Reifen in Berührung kommen, insbesondere im Falle von Reifen mit Felgenschutz.

Schritt 4: Nach dem manuellen Anziehen der Radmuttern wird die Hebebühne mit dem Auto gesenkt.

Schritt 5: Sobald das Auto auf dem Boden steht, werden die Radmuttern sternförmig fest angezogen.

Kosten eines Reifenwechsels

Wenn Sie einen Reifenhändler oder eine Werkstatt aufsuchen, um neue Reifen montieren zu lassen, was wir stark empfehlen, können die Kosten je nach Ihren Anforderungen variieren. Sie könnten sich zum Beispiel einen neuen Satz Reifen anschaffen und diese gleich aufziehen lassen. Oder aber der Reifenspezialist bemerkt während der Montage der neuen Reifen, dass Ihre alten ungewöhnliche Gebrauchsspuren aufweisen. In diesem Fall müsste er zusätzliche Schritte unternehmen.

Wenn Sie einen Reifenhändler oder eine Werkstatt aufsuchen, um neue Reifen montieren zu lassen, was wir stark empfehlen, können die Kosten je nach Ihren Anforderungen variieren. Sie könnten sich zum Beispiel einen neuen Satz Reifen anschaffen und diese gleich aufziehen lassen. Oder aber der Reifenspezialist bemerkt während der Montage der neuen Reifen, dass Ihre alten ungewöhnliche Gebrauchsspuren aufweisen. In diesem Fall müsste er zusätzliche Schritte unternehmen.

Der langfristig wahrscheinlich kostengünstigste Ansatz, insbesondere beim Wechsel zwischen Sommer- und Winterreifen, ist der Kauf eines kompletten Satzes neuer Räder, das heißt Reifen und Felgen. Sie müssen dann den Satz Räder, der gerade nicht in Verwendung ist, mit zu Ihrem Reifendienst oder Ihrer Werkstatt nehmen und dort einen Radwechsel vornehmen lassen. Der Radwechsel (Sommer- auf Winterreifen oder anders herum) wäre damit schnell erledigt. Manche Werkstätten bieten sogar an, gegen einen Aufpreis den Satz Räder, den Sie gerade nicht brauchen, zu lagern.

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