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Aquaplaning

Aquaplaning

Was ist Aquaplaning und wie kann es vermieden werden?

Kurze Fakten: Aquaplaning-Risiko reduzieren

  • Prüfen Sie den Luftdruck aller vier Reifen regelmäßig.
  • Achten Sie darauf, dass die Profiltiefe bei Sommerreifen nicht weniger als 3 mm und bei Winterreifen nicht weniger als 4 mm beträgt.
  • Wenn während der Fahrt Regen einsetzt, reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit und vergrößern Sie den Bremsabstand zu anderen Fahrzeugen.

Für Reifen, die im Straßenverkehr eingesetzt werden, gibt es eine gesetzliche Mindestprofiltiefe. Neben Grip und Traktion ist eine der Hauptaufgaben des Laufflächenprofils des Reifens die Verdrängung von Wasser auf der Straße. Denn das kann den Kontakt zwischen Reifen und Fahrbahn erheblich beeinträchtigen.

Bei höheren Geschwindigkeiten kann sich ein Wasserkeil zwischen Reifen und Fahrbahn schieben. Die Reifen schwimmen auf, was zur Folge hat, dass das Fahrzeug nicht mehr gelenkt werden kann. Das Aufschwimmen der Reifen wird auch als Aquaplaning bzw. Wasserglätte bezeichnet.
 

Haben die Reifen während des Aquaplanings keine ausreichende Bodenhaftung, kann dies fatale Folgen für die Fahrsicherheit haben. Der Fahrer verliert die Kontrolle über das Fahrzeug und kann nicht mehr bremsen, lenken oder beschleunigen.

Zu Aquaplaning kann es kommen, wenn sich eine große Wassermenge zum Beispiel nach starken Regenfällen auf der Straße ansammelt. Außerdem kann eine ungleichmäßige Schichtdicke des Asphalts zur Folge haben, dass größere Pfützen entstehen.

Sie können einiges tun, um das Unfallrisiko aufgrund von Aquaplaning zu reduzieren:

  • Vergewissern Sie sich, dass Ihre Reifen mit dem korrekten Luftdruck befüllt sind;
  • Behalten Sie die Profiltiefe im Auge, damit die Mindesttiefe von 1,6 mm keinesfalls unterschritten wird. Wir empfehlen eine Mindestprofiltiefe von 3 mm für Sommerreifen und 4 mm für Winterreifen.
  • Fahren Sie langsamer bei nassen Witterungsverhältnissen.

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass eine angemessene Profiltiefe nicht nur in extremen Situationen von größter Bedeutung ist. Selbst bei langsameren Geschwindigkeiten ist das Unfall- oder Kollisionsrisiko höher, wenn die Reifen abgenutzt sind.

Ersetzen Sie Reifen mit einer Profiltiefe von weniger als 3 mm

Bei einer Geschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde können neue Reifen bis zu 30 Liter Wasser pro Sekunde verdrängen. Doch mit der Zeit nutzt sich das Profil der Reifen ab. Mit geringer werdender Profiltiefe können Reifen immer weniger Wasser verdrängen.

Liegt die Profiltiefe zum Beispiel bei 1,6 m, dann reduziert sich die verdrängte Wassermenge um 55 Prozent.

Testmessungen von Continental haben gezeigt, dass Reifen mit einer Profiltiefe von 3 mm noch immer bis 78 Prozent der Verdrängungsfähigkeit beibehalten. Ist die Profiltiefe geringer, erhöht sich das Aquaplaning-Risiko erheblich.

Die Tests haben gezeigt, dass mit sinkender Profiltiefe alle Reifenmodelle ihre Fähigkeit verlieren, große Wassermengen auf nassen Fahrbahnen zu verdrängen. Vor diesem Hintergrund empfiehlt Continental Ihnen dringend, die Reifen zu ersetzen, sobald die Profiltiefe unter 3 mm liegt.

Abnutzungsindikatoren

Die Lauffläche des Reifens erstreckt sich um den gesamten Umfang des Reifens. Die Profiltiefe der Reifenlauffläche muss – zum Beispiel mit einem Profilmessgerät – in der Hauptrille gemessen werden, die bei modernen Reifen mit Abnutzungsindikatoren versehen ist (Tread Wear Indicators, TWI).

In Deutschland unde den meisten europäischen Ländern beträgt die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe 1,6 mm. Ist dieser Wert erreicht, ist die Fahrzeugsicherheit gefährdet und die Reifen müssen ausgetauscht werden.

Für eine bestmögliche Reifenleistung sollten Sie die Reifen austauschen, wenn die Profiltiefe bei 3 mm (Sommerreifen) bzw. 4 mm (Winterreifen) liegt. Außerdem sollten alle vier Reifen über dasselbe Profilmuster verfügen. Oder ziehen Sie wenigstens an jeder Achse Reifen mit derselben Profiltiefe auf.

Um Ihnen das Ermitteln der Profiltiefe zu erleichtern, verfügen Continental Reifen über Abnutzungsindikatoren, die sich in regelmäßigen Abständen entlang der Reifenlauffläche zwischen den Profilblöcken befinden: bei Sommerreifen auf einer Profiltiefe von 3 mm, bei Winterreifen bei 4 mm. .

Liegt die Lauffläche der Reifen auf derselben Höhe wie die Markierung, ist es an der Zeit für neue Reifen, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Aquaplaning: was tun?

Ganz egal, ob Ihre Reifen alt oder neu sind, auf einer nassen Straße sollten Autofahrer immer die Geschwindigkeit drosseln, um das Aquaplaning-Risiko zu verringern.

Kommt es doch zu Aquaplaning – was sich bei gewissen Witterungsverhältnissen und Straßenzuständen nicht vermeiden lässt – sollten Autofahrer den Fuß vom Gaspedal nehmen und die Kupplung treten. Sie sollten weder das Lenkrad bewegen, noch plötzlich bremsen.

Wenn jedoch die Gefahr einer Kollision oder eines schweren Unfalls besteht, sollte sofort eine Notbremsung eingeleitet werden. In den meisten Fällen haben die Hinterreifen ausreichend Bodenhaftung, um das Fahrzeug zum Stehen zu bringen.

Sobald die Reifen wieder mit der Straße in Kontakt sind und wieder über Bodenhaftung verfügen, können Autofahrer mit verminderter Geschwindigkeit weiterfahren.

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