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Reifenwissen

Reifendruck

Der richtige Reifendruck und wo ich ihn finden kann

Die für Ihr Fahrzeug angegebenen Reifendrücke sind zwischen dem Fahrzeughersteller und dem Reifenhersteller abgestimmt. Die empfohlenen Reifendrücke für Ihre Fahrzeug-/ Reifenkombination sind in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs, und z. B. in der Tankklappe oder am Türholm vermerkt. 

Der Reifendruck beeinflusst viele wichtige Eigenschaften der Fahrzeugleistung, wie z. B.: Fahrkomfort, Fahrstabilität, Kurvenfahrt und Grip beim Bremsen, und natürlich das allgemeine Handlingverhalten. 

Wenn Sie mit falschem Reifendruck fahren, wird sich dies negativ auf eine oder mehrere dieser wichtigen Eigenschaften auswirken.

Wie sollte der Reifendruck überprüft werden?

Der Reifendruck muss dem vom Fahrzeug- und Reifenhersteller vorgeschriebenen Wert entsprechen. Er ist für verschiedene Auslastungen und Betriebsbedingungen unterschiedlich.   

Der vorgeschriebene Druck gilt immer für den KALTEN Reifen und darf keinesfalls unterschritten werden. Im – z. B. durch Fahren – erwärmten Reifen ist der Druck erhöht. Deshalb darf nie vom warmen Reifen Luft abgelassen werden. Denn dadurch kann der Druck bei Abkühlung des Reifens unter den vorgeschriebenen Mindestreifendruck sinken.

Der Reifendruck (einschließlich des Reifendrucks des Reserverades, falls vorhanden) muss regelmäßig alle 14 Tage sorgfältig geprüft und eingestellt werden. Besonders wichtig ist es, vor einer längeren Fahrt oder Urlaubsreise den Reifendruck zu überprüfen und einzustellen, weil die zusätzliche Last erfordern kann, dass der Reifendruck entsprechend der Spezifikation erhöht werden muss.

Die Auswirkung von zu hohem Reifendruck

Das Fahren mit Reifen unter zu hohem Reifendruck kann sich negativ auf folgende Faktoren auswirken:

Halten Sie die vom Fahrzeug- und Reifenhersteller vorgeschriebenen Reifendrücke ein. 

Die Auswirkung von Minderluftdruck

Das Fahren mit Reifen mit Minderluftdruck wirkt sich negativ auf folgende Faktoren aus:

  • Lenkansprache
  • Fahrstabilität
  •  Fahrsicherheit (die Reifen können sich bei Kurvenfahrten von der Felge lösen)
  • Wirtschaftlichkeit (höherer Kraftstoffverbrauch, geringere Reifenlaufleistung)
  • Haltbarkeit des Reifens
  • Ungleichmäßige Reifenabnutzung

SICHERHEITSWARNUNG - Minderluftdruck kann dazu führen, dass der Reifen im Inneren beschädigt wird. Reifenausfälle oder sogar ein Platzen des Reifens können die Folge sein. Versteckte Reifenschäden lassen sich durch das Einstellen des richtigen Reifendrucks nicht beheben / nicht rückgängig machen. 

Reifendruckkontrollsysteme (Tire Pressure Monitoring Systems, TPMS)

Seit dem 1. November 2014 müssen in Europa alle neu zugelassenen Fahrzeuge (Kategorie M1) mit einem Reifendruckkontrollsystem (TPMS) ausgestattet sein. Reifendruckkontrollsysteme können auf verschiedenen Konzepten und Sensoren beruhen. Es gibt im Wesentlichen zwei Typen von TPMS-Systemen:

Direkt messende Systeme - Drucksensoren sind mit dem Ventil verbunden oder an der Felge oder an der Innenseite des Reifens befestigt.

Indirekt messende Systeme - kein Drucksensor am Reifen bzw. an der Felge befestigt. Druckdifferenzen werden „indirekt“ z. B. über Veränderungen des Reifenabrollumfangs gemessen.

Die Fahrzeughersteller können sich entweder für ein direktes oder ein indirektes System entscheiden. Die Anpassung und Wartung der TPMS-Systeme sollte einem Reifenfachmann überlassen werden.

Auch Continental stellt TPMS-Systeme her. Wenn Sie an Einzelheiten dazu interessiert sind, klicken Sie hier.

Stickstoff in Reifen

Stickstoff wird manchmal als Alternative zu Luft als Füllgas für Reifen angeboten.  

Stickstoff ist ein inertes (nicht entflammbares) Gas – prinzipiell nichts anderes als getrocknete Luft ohne Sauerstoffbestandteile.

Unsere Umgebungsluft enthält etwa 78 % Stickstoff. Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei Stickstoff um ein inertes Gas handelt, wird es oft im Rahmen hochspezieller Reifenanwendungen bzw. besonderer Umgebungsanforderungen eingesetzt, wie z. B. in der Luftfahrt oder im Bergbau. Stickstoff wird auch häufig im Rennsport eingesetzt.

Für normale alltägliche Anwendungen ist eine Stickstoffbefüllung von Reifen nicht erforderlich. Allerdings schädigt eine derartige Befüllung den Reifen nicht und kann aufgrund des anderen Diffusionsverhaltens zu einem geringfügig niedrigerem Druckverlust über die Zeit beitragen. Dennoch bewahrt eine Stickstoffbefüllung einen Reifen nicht vor Druckverlust durch z. B. Nageleinstiche, Undichtigkeiten zwischen Wulst und Felge, undichte Ventile, undichte Felgen oder andere mechanisch bedingte Leckagen.

Unabhängig davon, ob der Reifen mit Luft oder Stickstoff befüllt wird, bleibt eine regelmäßige Kontrolle des Reifendrucks unerlässlich. Der Einsatz von Stickstoff bildet somit keinen Ersatz für eine regelmäßige Kontrolle des Reifendrucks.

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